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Ausgabe JUNI/JULI/AUGUST 2018

Tage wie dieser ...


Liebe Leserinnen und Leser, manch Sommerabend und manch schönes Urlaubserlebnis rufen in uns die Sehnsucht hervor, die Goethes Faust im Angesicht des glücklichen Moments äußert: „Verweile doch, du bist so schön“. Das Zitat mag heute nicht mehr ganz so geläufig sein, das Lebensgefühl, das es beschreibt, aber schon. Seit ein paar Jahren wird auf Hochzeiten, Abi-Feiern und sogar auf Wahlpartys immer wieder „Tage wie diese“ von der Punkrock-Gruppe „Die Toten Hosen“ gespielt. Auch hier wird im Refrain die Sehnsucht nach dem anhaltenden Glück des Augenblicks geäußert. Dabei wissen sowohl Goethes Faust als auch die Toten Hosen, dass das Glück des Augenblicks flüchtig und vergänglich ist.
Und doch mag manch besonderer Augenblick tatsächlich etwas mit der Ewigkeit zu tun haben, weil wir in solchen Momenten Anteil haben am Ewigen. Das Glück der Liebe, die Erleichterung nach einer bestandenen Prüfung, der Rausch des Sieges sind Gefühle, die die Menschen zu allen Zeiten gekannt haben. Wer sie aufs Neue erfährt und erlebt, nimmt Anteil am Ewigen, hat ein Stück vom Himmel mitten im Leben.
Auch die heiligen Riten des Christentums sind letztlich eine Anteilnahme an dem, was ewig ist. Taufe und Abendmahl dauern ja nicht für immer an, aber sie schenken denen, die sie feiern, Anteil am ewigen Leben, und für einen Moment berühren sich Himmel und Erde. Mehr von der Ewigkeit können wir in diesem Leben nicht haben. Aber es mag als Wegzehrung auf unserer Reise des Lebens auch genügen.
In Psalm 118 heißt es: „Dies ist der Tag, den der Herr macht, lasst uns freuen und fröhlich an ihm sein.“ Das Psalmgebet wird häufig an Ostern und bei Trauungen in der Kirche gesprochen. Ursprünglich ist es wahrscheinlich auch zu einem besonderen Anlass gedichtet worden. Zu einem Tag, an dem sich Gottes Macht offenbarte.
Wir können diese Momente nicht festhalten, aber wir können die Tage als ein Geschenk des Schöpfers annehmen und sie mit Freude füllen. Freude, die uns etwas erahnen lässt von dem, was ewig ist.
Pastor Mirko Klein

Ausgabe APRIL/MAI 2018

Erwartungsvoll


Bushaltestelle Kirche – unter blauem Himmel stehen
drei.
Sie sind gerade angekommen. Hier soll was los sein.
Schauen wir mal…
Das Turmkreuz blitzt im Sonnenlicht.
Erwartungsvoll: Was kommt?

In den kommenden Wochen erwarten wir unsere Konfirmandinnen und Konfirmanden mit ihren Familien zu den großen Konfirmationsgottesdiensten. Die Kirche platzt dann aus allen Nähten. Viele Jugendliche machen mit. Eltern singen für ihre Kinder. Zusammen feiern alle Abendmahl. Und es gibt ganz viel Segen.
In den kommenden Wochen erwarten wir Besuch von einigen Freundinnen vom anderen Ende der Welt: aus Tansania. Zwei Wochen bleiben sie. Wir sind Gastgeber. Wir hoffen auf eine interessante Zeit und beglückende Begegnungen.
In den kommenden Wochen erwarten wir auch die Wentorfer Kulturwoche mit etlichen Veranstaltungen in unseren Räumen. Wir freuen uns auf Kunstgenuss und vielfältigen Austausch.
Damals standen unter blauem Himmel mehr als drei, mindestens elf. Sie schauten zum Himmel und mussten begreifen, dass ihr Freund, ihre Inspiration, nie mehr zu ihnen zurückkommen würde. Himmelfahrt… keine Erwartungen mehr?
In den Tagen danach saßen sie in Jerusalem zusammen in einem Haus. Fühlten sich leer. Die wunderbare Zeit mit Jesus, das, was sie gemeinsam bewegt hatten, schien zu Ende. Gelangweilt saßen sie da. Und dann geschah es: Sturmgebraus und heilig-sanftes Feuer durchwebte und durchwehte das Haus und brachte sie auf Trab. Sie wurden eingetaucht in den Dunstkreis des Geistwirkens Gottes. Die Geistkraft Gottes kam ihnen nah und verwandelte sie: Aus antriebslosen, dumpfen Leuten wurden Menschen mit neuen und großen Erwartungen. Sie fühlten sich erneut mit der Phantasie, der Hoffnung, dem Mut und der Gestaltungskraft Jesu beschenkt. Seither sind Christinnen und Christen erwartungsvoll.
Das Turmkreuz blitzt im Sonnenlicht.
Was kommt?
Vorfreude kommt auf.
Ihre Pastorin Ulrike Lenz

Ausgabe FEBRUAR/MÄRZ 2018

Lebensdurstig

Die Jahreslosung 2018

Sprudelndes, klares Quellwasser ist ein einfaches Mittel zum Durststillen. Es erfrischt, belebt, tut gut.
Im neuen Jahr begleitet uns eine Losung aus dem letzten Buch der Bibel. Am Ende steht die Verheißung eines neuen Lebens. Das Buch der Bücher endet mit einem neuen Anfang. Gott verspricht: „Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst“ (Offenbarung 21,6). Die Wasserquelle ist ein Symbol für das Leben, das wir von Gott haben. Gott, der Schöpfer, ist es, der das Leben nach dem Tod gibt.
Kein Leistungsverdienst ist das Geschenk des neuen Lebens, keine Quittung für das Vergangene. Wie auch schon das erste Leben ein Geschenk ist, so ist es auch das ewige Leben. Allerdings ist das ewige Leben kein Geschenk, das man ungefragt aufgedrückt bekommt wie diese Werbecoupons, die vollmundig behaupten: „Wir schenken Ihnen…“ – dabei hatte man gar kein Interesse an Fast Food, Herrenmode oder Zeitschriften-Abos.
„Ich will dem Durstigen geben“ spricht Gott. Also dem, der danach verlangt, der sich danach sehnt, der darauf hofft, der daran glaubt. Lebensdurstig ist für mich der, der das Leben liebt, für den das Leben eine Bedeutung hat, unabhängig vom Besitzstand. Lebensdurstig sind Menschen, die dem Leben viel abgewinnen können, ohne dazu allzu viel zu brauchen. Singen, beten, Gespräche über Gott und die Welt führen gehören für mich zu diesen elementaren Dingen, für die man gar nicht viel braucht und die das Leben doch so sehr bereichern. Für andere sind es Pilgertouren, Meditation oder Fastenzeiten.
Aber auch die Gemeinschaft bei den Mahlzeiten, die Freude am Lachen eines Kindes, die wohltuende Wärme einer Umarmung sind das pure Leben. Die Jahreslosung ist ein Hoffnungsspruch für alle, die sich fragen, ob sie es in Gottes Augen denn wert sind, das ewige Leben zu erben. Der Durst nach Leben, die Hoffnung darauf, dass es weiter geht und der Glaube daran, dass Gott dieses Leben schenkt, sind schon genug. Die Losung kann aber auch den Impuls dazu geben, in diesem Jahr öfter und ganz bewusst das pure Leben zu genießen. Denn dieses pure Leben tut gut, belebt und erfrischt wie das Wasser einer Quelle.
Ihnen allen ein gesegnetes neues Jahr!
Pastor Mirko Klein

Sechs mal im Jahr, im Februar/März, April/Mai, Juni/Juli/August, September/Oktober, November und Dezember/Januar, bekommen alle Mitbürgerinnen und Mitbürger von Wentorf den Kirchenboten der evangelischen Gemeinde. Darin steht wer wann was anbietet oder von Berufs wegen im Einsatz ist, wer eine neue Idee verwirklichen möchte, wo man sich zu was zusammenfindet oder die geplante Reise berät. Die Hobby-Redakteure lesen aufmerksam die eingeschickten Artikel, erlauben sich bisweilen, den Text leicht zu verändern und beauftragen dann Jürgen Rix mit dem Layout, damit diese Papiere „hübsch“ gesetzt in den Druck gegeben werden. Uns, der Kirchenboten-Redaktion macht diese Arbeit Spaß. Sollten Sie einmal keinen Kirchenboten bekommen haben, wenden Sie sich bitte ans Kirchenbüro 720 24 25 oder per e-mail:
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Der Redaktionskreis: Christiane Schröder, Helga Hardt, Erika Löwer und Jürgen Rix (Layout)