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Gottesdienste

EVANGELISCHE GEMEINDE

GOTTESDIENST

Jeden Sonntag 10:00 Uhr

KINDERGOTTESDIENST

Jeden Sonntag 10:00 Uhr
(außer in den Ferien)

KATHOLISCHE GEMEINDE

GOTTESDIENSTE in Wentorf
KATH. EUCHARISTIEFEIER

am Vorabend

1. Samstag i. Monat 18:30 Uhr

GOTTESDIENSTE in Reinbek

1., 3., (u. 5.) Sonntag 9:00 Uhr

2. u. 4. Sonntag 11:00 Uhr

Ausgabe SEPTEMBER / OKTOBER / NOVEMBER 2019

Deine Güte reicht


Liebe Leserinnen und Leser, in den Händen halten Sie zum ersten Mal eine Ausgabe des Kirchenboten für die Monate September bis November. Sonst kam
der Bote im November als Einzelausgabe, sehr zum Leid derer, die ihn ehrenamtlich austragen. Denn der November ist für Spaziergänge mit Stapeln von Kirchenboten kein besonders schöner Monat. Zudem hat sich unser Gemeindefest vor ein paar Jahren verschoben: Statt im November findet es nun im Sommer statt. Dies und auch Kostengründe haben uns dazu bewogen, die Zahl der Kirchenboten von sechs auf fünf im Jahr zu reduzieren.
Was für eine Überschrift findet man aber für eine Zeit, die nun Erntedank, Reformationstag, Martinsabend und Ewigkeitssonntag miteinschließt? Ein Psalmenzitat ist uns in der Redaktion in den Sinn gekommen: „Herr, deine Güte reicht, soweit der Himmel ist und deine Wahrheit soweit die Wolken gehen.“ Wenn wir Erntedank feiern, dann sehen wir: Wir haben genug zu essen, und es könnte auch für alle reichen, wenn nur die Verteilung anders wäre. Nicht Gott ist in der Bringschuld, denn seine Erde hat uns mehr als genug zu bieten. Gottes Güte reicht! Es ist der Mensch, der lernen muss zu teilen, sodass die Güter der Erde für alle reichen. Er muss teilen, so wie es schon Martin von Tours vorgelebt hat.
Aber auch am Ewigkeitssonntag, wo die Frage nach einem Leben nach dem Tod im Mittelpunkt steht, passt dieses Psalmenzitat. Schon Martin Luther stellte sich die Frage, was man denn tun müsse, damit Gott einem Menschen das ewige Leben gibt. Seine nüchterne Erkenntnis nach langem Bibelstudium war, dass sich Gott nicht zwingen, nicht überreden, nicht bestechen lässt. Der Himmel öffnet sich uns nur im Vertrauen auf Gottes Güte – die reicht!
So wünsche ich Ihnen, dass Sie diesen Herbst in dem Glauben verbringen können, dass Gott auch für Sie viel Gutes bereithält, und dass es reichen wird für ein Leben in Zufriedenheit und Dankbarkeit.
Ihr Pastor Mirko Klein

Ausgabe JUNI/JULI/AUGUST 2019

Das Leben – ein Fest


Wie ein einziges großes Fest kommt einem der Sommer manchmal vor, wenn alles blüht und strahlt und sich das Leben leicht anfühlt!
Das Fest unterscheidet sich vom Alltag.
Der Alltag ist geprägt von Verbindlichkeit, Anstrengung und Gewohnheit. Er kann Halt geben, weil er Struktur mit sich bringt. Er kann manchmal aber auch grau erscheinen. Mancher sehnt sich nach einem „normalen Alltag“. Auch Menschen ohne Arbeit und ein Zuhause haben einen Alltag, ebenso wie Kranke.
Ein Fest ist eine willkommene, eine ersehnte Unterbrechung des Alltags. Der Unterschied drückt sich im ganz anderen Lebensgefühl aus: Zum Fest gehören helle Farben, Leichtigkeit, Lachen und Lichter, ein Gefühl von Freiheit und Gelöstheit, die ein gewisses Schweben empfinden lassen. Man kann sich ein sommerliches Fest im sonnendurchfluteten Garten vorstellen, wo bunte Tisch- und Picknickdecken im Wind flattern und die Lampions in den Bäumen darauf warten, nach Einbruch der Dunkelheit den Garten zu verzaubern. Kinder spielen, ein Planschbecken ist aufgebaut, Musik fordert zum Tanzen auf …
Das Fest entlastet von Anstrengung und Arbeit und weckt Freude.
Vielleicht könnte man sagen, dass die Lebenswirklichkeit des Menschen zwei Seiten hat, eine arbeitende, schaffende, die zum Alltag gehört, und eine weitere, festliche Seite. Diese beiden Seiten sind wie Pole, zwischen denen sich das Leben und Handeln des Menschen bewegt. Das nützliche, zweckhafte und funktionale Handeln einerseits und das zweckfreie und feiernde Handeln andererseits.
Feste wurzeln in der alten Überzeugung, dass das, was das alltägliche Leben trägt, etwas vom Menschen Unabhängiges ist. Die Grundlage des Lebens ist letztlich etwas Unverfügbares. Und die Funktion des Festes besteht darin, dass sich der Mensch feiernd vergewissert: Das Leben ist mehr! Mehr als Alltag!
Die alltägliche Arbeit sichert zwar die Existenzgrundlage, aber die menschliche Existenz, das Leben, verdankt der Mensch nicht sich selbst. Das Leben verdankt sich vielmehr einem Urgrund allen Seins, und es wird auch von dort gehalten. Theologisch gesprochen: Das Leben ist ein Geschenk Gottes. Und im Sommer, mit der erblühten Natur, der Ferienzeit und den vielen Anlässen, zusammen zu sein unter freiem Himmel, meine ich, das mitunter mit allen Sinnen spüren zu können. Gott sei Dank!
Möge Ihnen das Herz aufgehen „in dieser lieben Sommerzeit“, dass sich das Leben festlich anfühlen möge. Dann ist der Himmel nah!
Ihre Pastorin Ulrike Lenz

Ausgabe APRIL/MAI 2019

Lebe, liebe, lache


Dass wir leben, suchen wir uns nicht aus. Das Leben ist uns geschenkt. Wörtlich genommen wäre die Aufforderung unnötig. Gemeint ist, dass wir das Leben in bestimmter Weise wahrnehmen und gestalten: Lebensbejahend, erfüllt
von österlicher Hoffnung und Freude!
Im Johannesevangelium sagt Jesus am Vorabend seiner Verhaftung und in Vorahnung auf seine Passion zu den Jüngern: „Ich lebe, und ihr sollt auch leben!“ (Joh 14,19). Die Aufforderung bezieht sich auf die Zeit nach Jesu Tod. Wer einmal einen lieben Menschen verloren hat, kennt das wahrscheinlich. Die Gewalt des Todes hat nicht nur den Verstorbenen berührt, sie ergreift auch die Angehörigen. Dann fehlt es dem Leben an Freude, an Sinn, an Glück und Erfüllung.
Im Johannesevangelium greift Jesus dem vor und sagt den Jüngern, wie sie der Gewalt des Todes widerstehen können: Jesus wird die Macht des Todes brechen. Wenn die Jünger ihm glauben, leben sie in dem Bewusstsein weiter, dass Jesus immer noch da ist. Das wird spürbar, wo sie seiner Weisung Folge leisten: „Ein neues Gebot gebe ich Euch, dass ihr einander liebt, wie ich Euch geliebt habe.“ Das hat er ihnen kurz zuvor geboten (Joh 13,34).
Manche Angehörige sagen sich nach dem Begräbnis, dass der Verstorbene nicht gewollt hätte, dass die Hinterbliebenen für immer traurig sind. Auch Jesus hat das nicht für seine Jünger gewollt. Wenn man jemanden liebt, will man, dass es diesem Menschen gut geht. Jesus kündigte den Jüngern seinen Tod an, indem er sagte, dass er „zum Vater“ gehe. Bei Gott würde er leben, und es würde ihm an nichts fehlen. Seine Jünger sollten das wissen und ohne Sorge um ihn weiterleben.
Es gibt viele Bibeltexte, die davon sprechen, wie alles Leid und alle Traurigkeit überwunden werden. Im 126. Psalm heißt es: „Dann wird unser Mund voll Lachens und unsere Zunge voll Rühmens sein.“ – Leben, Lieben, Lachen – das ist die Haltung, die uns der Glaube an Ostern schenkt.
Pastor Mirko Klein

Sechs mal im Jahr, im Februar/März, April/Mai, Juni/Juli/August, September/Oktober, November und Dezember/Januar, bekommen alle Mitbürgerinnen und Mitbürger von Wentorf den Kirchenboten der evangelischen Gemeinde. Darin steht wer wann was anbietet oder von Berufs wegen im Einsatz ist, wer eine neue Idee verwirklichen möchte, wo man sich zu was zusammenfindet oder die geplante Reise berät. Die Hobby-Redakteure lesen aufmerksam die eingeschickten Artikel, erlauben sich bisweilen, den Text leicht zu verändern und beauftragen dann Jürgen Rix mit dem Layout, damit diese Papiere „hübsch“ gesetzt in den Druck gegeben werden. Uns, der Kirchenboten-Redaktion macht diese Arbeit Spaß. Sollten Sie einmal keinen Kirchenboten bekommen haben, wenden Sie sich bitte ans Kirchenbüro 720 24 25 oder per e-mail:
buero@kirchengemeinde-wentorf.de

Der Redaktionskreis: Christiane Schröder, Helga Hardt, Erika Löwer und Jürgen Rix (Layout)